S-Bahn Paderborn -Hannover: Fahrgastpotential zu gering, vom 28.06.96

Dieser Leserbrief erschien in der Neuen Westfälischen vom Mittwoch den 29. Februar 1996

Zu „Flächenbahn statt Prestigeprojekte und Autobahnen“ in Nr. 1 vom 2. Januar 1996:

Es ist nicht sinnvoll, die S- Bahn von Hannover bis Paderborn auszuweiten. Hier sind die Fahrgastpotentiale für diese langen Züge zu gering. Der Ausbau nach dem S- Bahn– Standards würde viel Geld kosten. Am Ende würden jedoch kaum mehr Züge als heute fahren, da mehr große S- Bahnzüge auf dem Abschnitt Hameln – Paderborn zu teuer wären. Besser wären kleine schnelle Elektrotriebwagen, die Hameln und Paderborn alle 30 Minuten verbinden. Diese Triebwagen müssten schnell bremsen und beschleunigen können, damit auch geschlossene Haltestellen als Bedarfshalt wieder bedient werden können.  (Dies gilt für viele Bahnstrecken, wie etwa die Verbindung Paderborn – Warburg.) Zwischen Hameln und Paderborn sind folgende 15 Haltestellen einzurichten:

Neuenbeken (mit Busanschluss vom Padersprinter nach Paderborn), Langeland, Grevenhagen, Himmighausen Bf (Umsteigepunkt nach und von Detmold),  Himmighausen Dorf, Oeyenhausen, Bergheim, Eichholz, Wöbbel, Emmersee-Glashütte, Thal, Hanebülten, Amelgatzen, Hämelschenburg und Tündern. Akut hält der Zug nur an 6 Haltestellen in Altenbeken, Steinheim (Westfalen), Schieder, Lüdge, Bad Pymont und Emmerthal.

Das solche neuen Haltestellen möglich sind zeigen viele Privatbahnen oder das Karlsruher Konzept. Wer an wenig frequentierten Bedarfshaltestellen einsteigen will, muss dies durch Knopfdruck am Haltepunkt anmelden. Ebenfalls müssen im Zug die Fahrgäste den Haltewunsch melden.

Alle Orte mit Bahnhof müssen bei der Ausweisung von Bauland bevorzugt werden, um die Fahrgastpotentiale zu steigern. Die bisher oft parallel zur Bahn verlaufenden Buslinien müssen zu Zubringerlinien zum Zug umgewandelt werden.

Abs. Felix Staratschek, damals im Riemekeviertel in Paderborn zu Hause

Heute fährt die S- Bahn laut Fahrplanbuch für 2011 an Werktagen stündlich, am späteren Samstag und Sonntags alle zwei Stunden. Für eine zweigleisige Bahnstrecke ist das ein dürftiges Angebot. Die letzte Fahrt ab Paderborn ist kurz nach 21 Uhr, von Hameln nach Paderborn muss man nach 22 Uhr einen Zug erreichen. Mit angepassteren Fahrzeugen wäre hier leicht ein besserer Fahrplan möglich, der Zugfahren wirklich attraktiv macht.  Denkbar wäre auch die S- Bahn auf Triewagen umzustellen, die im Verband fahren. In Hameln könnte sich der Zug teilen, eine Einheit fährt weiter nach Vlotho – Herford, die andere nach Paderborn.

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