Stadt Paderborn soll den Hauptbahnhof für eine bürgernahe Politik nutzen – Fußgängerbrücke Bahnhof – Südstadt / vom 9.01.93

Als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte, schlug ich vor, den Paderborner Hauptbahnhof durch die Kommune betreiben zu lassen, um Fahrgastfreundlichkeit, Bürgernähe und Transparenz zu fördern.  Bei Anderen Verkehrsmitteln ist die Stadt Paderborn indirekt auch beteiligt und finanziert über die Kreisumlage den Flughafen Paderborn-Lippstadt mit. Wäre da nicht ein mindestens gleichartiges Engagement der Region für den Paderborner Hauptbahnhof sinnvoll, da doch der Zugverkehr für das tägliche Leben viel wichtiger ist und eine Mischung aus Fahrkartenverkauf und Bürgerbüro den deutschlandweit besten kommunalen Service schaffen könnte?

Betrifft: Bericht über den Paderborner Hauptbahnhof in der NW vom 9. Januar 1993

Warum übernimmt die Stadt Paderborn nicht das Gebäude des Personenbahnhofs und baut dieses zu einer Visitenkarte für Paderborn aus? Fahrkartenverkauf bis Betriebsschluss beim Zugverkehr, ein großer geheizter Warteraum, eine Servicestation für Radfahrer u.v.a. könnten den Bahnhof attraktiv machen. In den Schwachlastzeiten könnten die Fahrkartenverkäufer auch einige Speisen und Getränke anbieten. Es müsste Busfahrpläne aus dem ganzen Bundesgebiet im Bahnhof zur Einsicht ausliegen. Auch Tageszeitungen könnten im Wartesaal ausliegen.

Ferner könnte die Stadt den Bahnhof für kommunalpolitische Anliegen benutzen. Die durch öffentliche Bekanntmachungen im Rathaus einsehbaren Unterlagen könnten als Kopie auch im Bahnhof ausliegen und wären dadurch auch nach Schließung der Rathaustüren an einem zentralen Ort zugänglich. Die Kosten würden durch den Verkauf der Fahrkarten und anderer für Reisende nützliche Kleinigkeiten mindestens gesenkt. Aber die Vorteile für Reisende liegen auf der Hand: Die Stadt kann ihren Bürgern, ohne jedesmal neu mit der Bahn zu verhandeln, ein gutes Angebot schaffen, über dass diese selbst bestimmt. Und die Fahrgäste bekommen mehr Dienstleistungen am Bahnhof geboten, was Busse und Bahnen im Spätverkehr attraktiver macht.  Als Nebeneffekt könnte man den Bahnhof für eine Bürgernahe Politik nutzen.

Der Bahnhof wäre noch attraktiver, wenn es eine Fußgängerbrücke  (auf der Fahrräder mindestens geschoben werden können) von der Bahnhofstraße oder dem Bahnhof zur Südstadt gäbe. Die bisher für den mittleren Ring vorgesehene Trasse könnte für einen Fuß- und Radweg genutzt werden. Das würde wegen der kurzen Verbindungen zwischen der Südstadt und dem Riemekeviertel dem Fahrrad- und Fußgängerverkehr Auftrieb geben, da diese Verkehrsteilnehmer nun viele Ziele schneller oder in gleicher Zeit, wie die Autofahrer erreichen würden. Denkbar wäre entweder eine Brücke vom Grüner Weg zur Klöckner Straße (PESAG / Padersprinter- Haltestelle) oder ein Brückenkorridor über das Benteler-Gelände. Letzteres wäre der Bessere Weg und würde den bisherigen Umweg über die Borchener Straße und die Kreuzung Westerntor für den Weg zum Hauptbahnhof und der dortigen Bushaltestelle vermeiden. An den Kosten dürfte dieser Fußweg nicht scheitern, da man bis vor Kurzen noch gewillt war, eine viel größere Summe für eine Autostraße an gleicher Stelle auszugeben. Und mehr Fahrgäste im ÖPNV durch so eine Brücke, verringern den Zuschussbedarf für den ÖPNV,

Abs. Felix Staratschek, damals wohnhaft im Riemekeviertel

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