Rainessance des Zebrastreifens? Wochenspiegel in Paderborn vom 21.06.95

Immer seltener wird auf unseren Straßen der Zebrastreifen. Aber warum sollte diese Einrichtung, ähnlich wie der Kreisverkehr nicht wieder modern werden? In England gibt es nicht nur viele Kreisverkehre, sogar auf Autobahnen, es gibt dort auch Zebrastreifen auf Hauptstraßen.

Selbst in London bleibt der Verkehr abrupt stehen, wenn ein Fußgänger sich vor einen Zebrastreifen stellt. Im Gegensatz dazu müssen in Deutschland an Straßen und Fußgängerinseln die Fußgänger oft recht lange auf die nächste Verkehrslücke warten. Was spricht in der Bundesrepublik dann gegen den Zebrastreifen, fragt die heimische Ökologisch Demokratische Partei (ÖDP)?

Natürlich können Zebrastreifen nicht alle Ampeln ersetzen. Aber es wäre doch denkbar, an zahlreichen weiteren Stellen auf die einfachste Weise den Fußgängern und Radfahrern Vorrang vor dem Autoverkehr zu geben. Wenn sich das bewährt, kann auch überlegt werden, welche Ampeln Überflüssig werden.

Der Zebrastreifen, so die ÖDP, sei wartungsarm und ohne Energieverbrauch. Außerdem müssten Fußgänger an kaum befahrenen Straßen nicht mehr sinnlos vor einer roten Ampel stehen. Bei rücksichtsvollen Autofahrern wäre der Zebrastreifen die optimale Lösung. Zunächst hat die ÖDP einen Brief an Ministerien, ADAC, VCD, ADFC und andere Verbände geschickt, um deren Meinung bezüglich der Zebrastreifen einzuholen.

Kontakt: ÖDP Paderborn, Felix Staratschek, damals in der Riemekestraße zu Hause

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