Archiv der Kategorie: Radevormwald

1991: „Per Bahn nur 2 Stunden bis Morsbach“

Ein Leserbrief im Remescheider Generalanzeiger RGA Radevormwald vom 14.März 1991

„Per Bahn nur 2 Stunden bis Morsbach“

Felix Staratschek (Radevormwald): Eisenbahn umweltfreundlichstes Verkehrsmittel

In der Samstagsausgabe vom 9. März 1991 berichtet der RGA unter der Überschrift „Schneller in New York als per Bus in Morsbach“ über den Versuch, von Radevormwald (an Nordende im Oberbergischen Kreis) in das gut 80 km entfernte Morsbach (am Südende des Kreises) zu fahren. Das Unternehmen dauerte über sieben Stunden. Felix Staratschek aus Radevormwald schreib uns diesen Brief, in dem er aufzeigt, wie die Strecke seiner Meinung nach schneller zu bewältigen wäre:

 

 

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ÖPNV und Umweltverbund in Radevormwald

Von Felix Staratschek, verkehrspolitischer Sprecher der ÖDP Bergsiches Land Auf meiner neuen Internetseite Seite will ich meine Ideen einstellen, die ich seit spätestens Herbst 1995 für den ÖPNV in Radevormwald habe. Sie beruhen im Wesentlichen auf einen Text, den ich im Frühjahr 1998 verfasst und an alle Ratsmitglieder verteilt habe. Auf der Seitenleiste dort  sehen Sie die Überschriften der bereits erstellten Unterseiten. Die folgenden Links führen zu den Link- Überichten der Abschnitte Adressen, Istzustand, Ringbus und weitere Ideen. Über meinen Blog will ich diese Seite bekannte machen

Hier stehen die Adressen der Verkehrsbetriebe und Verkehrsverbünde der Region. Wenn Sie Anregungen haben oder Fahrplaninformationen brauchen, können diese Adressen helfen.
Wo gibt es in Städten mit weniger als 70.000 Einwohner, die einen speziellen Stadtbusverkehr haben? Hier ist die Liste, die meine Recherche hervorgebracht hat.
01.00.00 Die ersten Kapitel  beschreiben den Istzustand des ÖPNV in Radevormwald auf den einzelnen Linien und Angebotsarten. Wer bisher nur mit dem Auto unterwegs war, kann sich so über die aktuelle Struktur des ÖPNV informieren.
02.00.00 Inhaltsübersicht zum Ringbuskonzept, wenn Sie die Beschreibung des Istzustandes überspringen wollen. Der Ringbus ist mein Kernkonzept für eine neue ÖPNV- Struktur in Radevormwald.
02.02.01 Weitere Vorschläge für den ÖPNV in Radevormwald, wie der ÖPNV auf den anderen Linien verbessert werden kann.
Unter dem Bild sind die Anfang Februar 2013 fertigen Kapitel verlinkt.
Moderner Nahverkehr kann auch in Radevormwald zu mehr Lebensqualität beitragen.
Busanhänger sind schon in vielen Regionen von Deutschland und der Schweiz im Einsatz.
Bild mit Genehmigung von Göppel-Bus
01.01.01 Wuppertal – Radevormwald VRR/VRS- Linie 626
01.01.02 Radevormwald – Remscheid Lennep  VRR/VRS- Linie 671 / NE 19
01.01.03 (Schwelm -) Schlagbaum – Radevormwald – Hückeswagen VRS- Linie 339
01.01.05 Herkingrade – Remscheid Lennep VRR/VRS- Linie 659
01.01.07 Der Schulbus
01.02.00 Die Bustarife (VRS und MVG in Radevormwald, VRR in Nachbargroßstädten)
Der Ringbus
02.01.01 Der Ringbus – Aus 3 mach 1
02.01.02 Welche Vorteile hat der Ringbus? Die neuen Haltestellen
Weitere Vorschläge und Konzepte für den ÖPNV in Radevormwald
02.02.03 Das Anruf-Sammeltaxi von Remscheid Lennep nach Heidersteg
02.02.04 Leerfahrten und Spezialfahrten in Linienfahrten umwandeln – Inklusion für den ÖPNV
02.02.06 Kreisverkehr statt Südstadtkreuzung mit integrierten Buswendeplatz für die Linien 134 und 339.
Die seite muss noch weiter aufgebaut werden. Aber dieser Zwischenstand enthält schon viele Aussagen, die bekannter werden sollten.

— Von  Viertürmeblog  am  2/06/2013 03:58:00 nachm.  unter  ÖDP BERGISCHLAND  eingestellt

Wenn einem Kohl nur ein „Rotkohl“ gegenüber gestellt wird, ist es Zeit, ÖDP zu wählen / Anzeige vom 24.09.98

Zur Bundestagswahl 1998 hatte ich wenig Zeit für den Wahlkampf. ich war im Praktikum im Caritas- Altenheim Katharinenstift in Remscheid Lennep. So habe ich eine Anzeige im Heimatanzeiger geschaltet, mit der obigen Überschrift. Diese erschien am Donnerstag den 24. September 1998

Warum die ÖDP wählen? (eine Auswahl von Gründen)

Arbeitsplätze: 67% der Steuer- und Abgabenlast belasten die Arbeit, nur 8% den Naturverbrauch. So wird Arbeitslosigkeit gefördert und Naturverbrauch belohnt. Die ÖDP- Steuerreform für Arbeit und Umwelt will das Verhältnis umkehren.

Verkehr: Die Magnetbahn Transrapid (TR) wird schön geredet. In Wahrheit ist sie teurer und energiefressender als der ICE. 10 Mrd. DM kostet der Transrapid Hamburg – Berlin, 1 Mrd. DM der Bahnausbau, 9 Mrd. DM würden übrig bleiben, um z.B. in Remscheid und Solingen wieder die Straßenbahn einzuführen und über die Müngstener Brücke und stillgelegte Bahntrassen nach Gummersbach und Leverkusen Opladen fahren zu lassen.

Güterverkehr: LKW- Betreiber müssen sich an Vorschriften halten. LKW müssen kontrolliert werden wie DB- Züge. Überladene LKW zerstören die Straßen und zu lange arbeitende LKW- Fahrer sind eine Gefahr für Autofahrer. Beides ist unlauterer Wettbewerb gegen die Güterbahn. Ein neues Containerverladesystem soll die Güterbahn wettbewerbsfähiger machen.

Abfall: Die Müllverbrennung ist teuer und giftig. Das Kryo- Recycling ist eine neue Recyclingtechnik, die der Industrie hochwertige Rohstoffe liefert, ist der ÖDP bekannt und wird von der Politik verhindert.

Filz: Parlamentarier nehmen gut bezahlte Aufsichtsratsplätze wahr und die großen Parteien erhalten pro Jahr zusammen über 20 Mio. DM an Firmenspenden. So wird Politik käuflich, Gutes wird verhindert, Sinnloses geschaffen und die Bürger müssen alles bezahlen.

Stoppen Sie die Verbrecher, die ihre Macht missbrauchen und nicht mit aller Kraft das Gute suchen und umsetzen wollen.
Verloren ist nicht die Stimme für die ÖDP, sondern für Politiker, die unsere Erde zugrunde richten.

Bitte geben Sie ihre Zweitstimme der Ökologisch Demokratischen Partei (ÖDP)

Felix Staratschek
Freiligrathstr. 2
42477 Radevormwald
Bundestagskandidat

In der gleichen Ausgabe des kostenlosen Qualitätswochenblattes Heimatanzeigers war ein Bericht über den Besuch von NRW- Ministerpräsident Wolfgang Clement (SPD) in Radevormwald. Darin hieß es:

….. Von den Rader SPD- Freunden gab es für den Landesvater einen Kaffee, vom Rader ÖDP- Strategen Kritik. Nordrhein Westfalen als Verhinderungsland in Sachen „Neue Recycling- Techniken“? Wollte der Ministerpräsident nicht auf sich sitzen lassen! …….

Dies dürfte dann auch im Remscheider Generalanzeiger (RGA) in der Ortsausgabe Radevormwald gestanden haben, steht aber noch nicht in den Internetartikeln des RGA, die 1998 im Archiv beginnen. Aber immerhin habe ich so einen Beleg, dass ich führende Politiker über das Kryo- Recycling informiert habe. Auch seinen Nachfolger Jürgen Rüttgers habe ich darüber 2005 informiert

Ein Ringbus für Radevormwald? Vom 21.12.95

Seit 1995 setze ich mich mit dem Ringbuskonzept für Radevormwald für ein besser strukturiertes ÖPNV- Angebot ein. Vom Heimatanzeiger liegt mir dazu noch die Pressemitteilung vor. Was im Heimatanzeiger am 21. Dezember 1995 veröffentlicht wurde dürfte auch um diese Zeit im RGA veröffentlicht worden sein. Im Frühjahr 1998 habe ich die Idee noch mal allen Kommunalpolitikern vorgestellt.

Eine neue Variante bringt Felix Staratschek von der Ökologisch Demokratischen Partei (ÖDP) in die Diskussion über den Personennahverkehr in Radevormwald.

Er schlägt vor, einen Ringbus einzuführen. Dieser solle im 20 Minutentakt in beiden Richtungen die Strecke Remscheid Lennep Bahnhof – Radevormwald – Uelfe Wuppertal Straße – Önkfeld – Herkingrade – Dahlerau – Dahlhausen – Bahnhof Remscheid Lennep fahren.

Damit könnten drei Buslinien (626, 671, 659) entfallen, sowohl jene nach Lennep und Wuppertal als auch die gefährdete Route zwischen Dahlerau und Lennep. Für diesen Vorschlag spreche vor allem die hohe Fahrtenfolge. Die Passagiere müssten höchstens zwanzig Minuten auf den nächsten Bus warten und hätten trotz des Umsteigens in Remscheid Lennep keine längere Fahrzeiten von Radevormwald nach Wuppertal Barmen und Elberfeld (Hauptbahnhof) vor sich. Schließlich biete der ÖPNV- Knotenpunkt Remscheid Lennep Bahnhof gute Anschlüsse sowohl nach Wuppertal, als auch Solingen und Düsseldorf.

Nachteile sieht Staratschek vor allem in dem Wegfall der Bushaltestelle Grunewald. Dafür werde Önkfeld besser versorgt. Zudem werde der Verkehr mit Beyenburg erschwert. Eine Umsteigemöglichkeit biete lediglich die Schwelmer Straße. Dennoch ist sich der ÖDP- Politiker sicher, verschlinge sein Konzept kaum Mehrkosten, biete jedoch zusätzliche Einnahmechancen.

Berufsschuldiskussion – Standort wichtig / Leserbrief vom 22.01.1997

Der folgende Leserbrief erschien am 22. Januar 1997 in der Bergischen Morgenpost, Ausgabe Radevormwald.

Die Wipperfürther Berufssschule könnte sofort 90% der Schüler aus Wermelskirchen aufnehmen, heißt es in der BM vom 15. Januar 1997. Ferner bemängelt der Oberbergische Kreis, das so viele Schüler in die Nachbarkreise fahren und dies wesentlich höhere Fahrtkosten verursachen würde. Das mag ja für Hückeswagen und Marienheide gelten, aber keinesfalls für Radevormwald und Wermelskirchen. Diese beiden Städte sind per Bus wesentlich besser mit Remscheid verbunden. Die Buslinien gehören zum VRR (das galt 1997, seit August 2008 ist Radevormwald komplett aus dem VRR herausgenommen)   , der preiswerter ist als der VRS (zum VRS- Tarif können jetzt alle Ziele in Remscheid, Solingen und Wuppertal angefahren werden).

Sowohl vom vom zeitlichen Aufwand, als auch vom Kostenfaktor her ist daher ein Besuch der Berufsschulen in Remscheid, Wuppertal und Solingen für die Schüler wesentlich einfacher, als eine Busfahrt nach Wipperfürth.

Denkbar wäre ein neues Kultur- und Berufsschulzentrum für Remscheid, Solingen, Wuppertal, Wermelskirchen, Radevormwald, Hückeswagen und Wipperfürth. Dieses könnte schrittweise auf der Freifläche am Bahnhof Remscheid Lennep geschaffen werden. es wäre von allen genannten Orten aus am Besten mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Auch Abendkurse und die Volkshochschule könnten hier für die ganze Region schnell erreichbar angeboten werden. Sogar die Universität Wuppertal oder private Institute könnten dieses Zentrum für Vorlesungen und Seminare nutzen.

Die Entfernung zu den Nachbarstädten in Fahrminuten im Bus oder Zug:

Solingen 20 Minuten

Wuppertal 25 Minuten

Wermelskirchen 28 Minuten (Zug früher 10 Minuten)

Radevormwald 23 Minuten

Hückeswagen 24 Minuten (Zug früher 15 Minuten)

Wipperfürth 38 Minuten (Zug früher 30 Minuten)

Für die Berufsschulen und Bildungsinstitute sollten nicht die Kreisgrenzen entscheidend sein, sondern die Zentralität des Standortes.

Abs. Felix Staratschek, Freiligrathstr. 2, 42477 Radevormwald

Der Ringbus – die ÖPNV- Lösung für Radevormwald! Leserbrief im, RGA Radevormwald vom 28.12.96

Mit diesem Leserbrief brachte ich meine Ringbusidee an die Öffentlichkeit:

Mehr Busse fordert die Bürgerinitiative. Andere Leute geben sich damit zufrieden, dass die Buslinie 669 (einst 672) der Stadtwerke Remscheid zwischen Lennep und Dahlerau (noch) nicht eingestellt oder die Fahrtenzahl nicht stärker reduziert wurde. Aber wie kann man mit möglichst geringen Aufwand möglichst viele Fahrgäste gewinnen?

Die Buslinien 626 Radevormwald – Wuppertal Beyenburg – Wuppertal Oberbarmen und 671 Radevormwald – Remscheid Lennep fahren teilweise alle 30 Minuten, ansonsten stündlich. Da aber die Busse und Bahnen in Remscheid und Wuppertal alle 20 Minuten fahren, bestehen oft schlechte Anschlüsse.

Da das Geld für deutlich mehr Busfahrten fehlt und in den meisten Orten des Oberbergischen Kreises ein schlechterer Busverkehr besteht, als in Radevormwald, ist eine Forderung nach mehr Busfahrten schwer durchsetzbar. Einzig eine Neuordnung des Busverkehrs kann hier einen Ausweg bieten.

Durch die von mir vorgeschlagene Stilllegung der Buslinie 626 Radevormwald – Wuppertal würden 2 Busse für die Grundlast und zwei Busse für die Zusatzfahrten frei, die zusammen mit den Bussen für die Linie 669 Lennep – Herkingrade (1 wagen) und 671 Lennep – Radevormwald (2 Wagen) 7 Fahrzeuge stellen, mit denen die neue Ringlinie bedient werden soll. Ausgangspunkt soll der Bahnhof Lennep sein, wo Anschluss an die Züge nach Wuppertal, Remscheid und Solingen (und mit Umsteigen nach Düsseldorf und Köln) besteht.Der neue Bus soll alle 20 Minuten fahren und am Wochenende und im Spätverkehr alle 30 Minuten. gegebenenfalls könnte der Abschnitt Radevormwald – Önkfeld – Herkingrade – Dahlerau – Lennep (zu bestimmten Zeiten) auch nur im Stundentakt bedient werden, wenn sich der Ringbus als zu teuer herausstellen würde. Das wäre immer noch besser, als das heutige Angebot.

Das Ergebnis wären ein einfach zu merkender Fahrplan (1 Buslinie statt 3 Linien), Anschlüsse an und von jeden Zug in Lennep mindestens nach Radevormwald, kürzeren Wartezeiten auf den nächsten Bus und durch durchgehenden Fahrten von Lennep über Radevormwald Richtung Önkfeld würde das Industriegebiet endlich mit Bussen des VRR- Tarifes erschlossen. Natürlich wird die Fahrleistung der Busse steigen und damit auch die Kosten. Aber durch die Kundenfreundlichkeit wird es auch enorme Fahrgastzuwächse geben. Es bestehen daher gute Möglichkeiten, dass die Mehrkosten aufgefangen werden können.

Soweit mein Brief mit einigen redaktionellen Anpassungen, da im Blog nicht alles so kurz sein muss, wie auf Papier. Noch heute sind 7 Busse für den Dienst auf diesen Linien im Einsatz, 4 für den Stundentakt oder die wenigen Fahrten der hier genannten Linie 669 (die heute 659 heißt) und 3 für die Zusatzfahrten. Die 2 Busse der Linie 671 werden um einen wagen verstärkt, um den 20 Minutentakt hinzubekommen. Ein Wagen reicht, um stündlich den Abschnitt Lennep- Herkingrade zu bedienen, wobei durch eine direkte Linienführung in Lennep die Fahrzeit deutlich kürzer werden würde. Bleiben also noch 3 Fahrzeuge um die Lücke Herkingrade – Önkfeld – Radevormwald zu schließen. Da für eine Stundetakt über Önkfeld nur ein Wagen nötig wäre, wären noch 2 Wagen über, für Zusatzfahrten über die Wupperorte. Seit 1996 unterlassen es die Politiker, sich für diesen besseren Nahverkehr einzusetzen. Aus dem VVR- Tarif ist Radevormwald zwischenzeitlich herausgenommen worden, so dass Ingaber des Ticket 2000 aus den Nachbarstädten nicht mehr so preiswert nach Radevormwald kommen können. Widerstand gegen diese Verschlechterung der Erreichbarkeit, die bis August 2008 in mehreren Schritten vollzogen wurde, habe ich keinen Widerstand aus der Politik erlebt.