2004: Offener Brief an den Bundespräsidenten Horst Köhler

Radevormwald, den 24.05.2004

Abs.: Felix Staratschek, Freiligrathstr. 2, 42477 Radevormwald

Offener Brief an den Bundespräsidenten

 

Sehr geehrter Herr Köhler!

Herzlichen Glückwunsch zu ihrer Wahl zum Bundespräsidenten. Ich möchte Sie auf einige Missstände im land hinweisen, zu deren Behebung Sie Kraft ihres Amtes wesentlich beitragen können.

Das wichtigste zuerst:

Es gibt eine Alternative zur Müllverbrennung, die seit Jahren von der großen Politik und Industrie ignoriert wird. ich habe dieses Verfahren auf einen Vortrag von Prof. Dr. Harry Rosin auf dem ÖDP- Bundesparteitag in Lehrte 1996 kennengelernt. Seitdem habe ich allen MdB und MdL, deren Veranstaltungen ich besuchen konnte, über die Recyclingkonzepte von Dr. Rosin informiert, leider bisher ohne Erfolg. Niemand hielt es für nötig, sich einmal mit Dr. Rosin an einen Tisch zu setzen, um sich zu informieren.

Die Zeit drängt aber. Dieses Frühjahr hat z.B. eine Studie des US- Militärs gezeigt, welche sicherheitspolitischen Konsequenzen ein Klimawandel hätte. Es darf, um solche Zustände zu verhindern, nicht mit Taten gezögert werden, aber beim Thema Recycling passiert seit 8 Jahren (im Jahr 2004) nichts.

Die Geschichte um die Erfindungen von Dr. Rosin, die ich ihnen hier mitteilen werde, zeigt gleichzeitig auf, dass viele Politiker und Unternehmer sich so benehmen, als ob diese keine Verantwortung für Kinder und die künftigen Generationen hatten.

Dr. Rosin war Leiter des Hygieneinstitutes der Stadt Dortmund. Er bekam den Auftrag, neue Ideen zu suchen, die dem Institut Einnahmen bringen, um den städtischen Haushalt von den Kosten seines Institutes zu entlasten. Dr. med. Harry Rosin sah ein großes Problem in den Kältemitteln, die in der Ozonschicht großen Schaden anrichten und so das Hautkrebsrisiko steigern. Krankheitsprophylaxe durch Umwelthygiene ist das Ziel der Forschungen von Dr. Rosin und seines Teams. Als nun Dr. Rosin eine FCKW-freie Kältetechnik entwickelt hatte, die mit einer Mischung aus 3 Kohlenwasserstoff- Gasen arbeitet, weigerten sich alle Konzerne, dieses Verfahren zu übernehmen.

„Als Ingenieur habe ich Achtung vor ihrer Leistung, aber als Unternehmer sage ich Ihnen, sie haben nicht den Hauch einer Chance“, war eine Aussage gegenüber Dr. Rosin.

Hintergrund war, dass die Industrie sich weltweit für einen FCKW- Ersatz entschieden hatte. Doch die Formel des Ersatzmittels ähnelte einem Narkosemittel, welches schwere Nebenwirkungen gehabt hatte. Dr. Rosin befürchtete über die Jahren eine Anreicherung des FKW 134 a und dessen Abbauprodukten in der Atmosphäre und sah darin große Gefahren für die Umwelt und Gesundheit.

Eine andsere Aussage war:

Entweder verkaufen sie das Patent an den Meistbietenden, der es dann nie umsetzt oder Sie stellen es der Öffentlichkeit zur freien Nutzung zur Verfügung.

Dr. Rosin ging es um die Umsetzung und nicht um das Geld. Statt sein Patent zu Geld zu machen, suchte er mit Greenpeace zusammen nach einem Produzenten, der sein Konzept umsetzen will. (Es ist schade das Greenpeace nicht in gleicher Weise für das Kryo- Recycling eintritt. dazu habe ich einen Briefwechsel in meinen Akten liegen.)

Letztendlich ist es einzig der Wiedervereinigung zu verdanken, das der ehemalige DDR- VEB, das Deutsche Kühlgeräte Kombinat in Scharfenstein (DKK Scharfensstein), welches bei der Treuhandanstalt zur Abwicklung anstand, beschloss, mit der neuen FCKW- und FKW- freien Kältetechnik zu versuchen, die Arbeitsplätze zu retten. das weckte sofort Übernahmeabsichten der Westkonzerne, um als neuer Hausherr die Umsetzung der neuen Kältetechnik zu stoppen. Nur durch einen Trick konnte Dr. Rosin mit seinem Team verhindern, dass die Westkonzerne das DKK Scharfenstein der Treuhandanstalt abkaufen. Er stellte Konzernvertretern ein bewusst schlecht konstrutiertes Vorprodukt vor. nachdem die Konzernvertreter dieses untersucht hatten, gaben diese der neuen Kältetechnik keine Chancen am markt und verloren so das Interesse am Projekt der vermeintlichen Ökospinner. Nur durch diese Tarnung konnte das Projekt vollendet werden und Greenpeace beim einer Veranstaltung den ersten FCKW- und FKW- freien Kühlschrank vorstellen. Dem DKK Scharfenstein war so eine Veranstaltung zuvor von der Treuhandanstalt untersagt worden. Auf dieser Veranstaltung kam es zu wüsten Beschimpfungen gegen einen Mitarbeiter von Dr. Rosin, den Physiker und Erfinder Dr. Preisendanz.  Ein Vertreter der FKW- Maffia beschimpfte ihn und packte ihn dabei sogar an der Krawatte. Dr. Preisendanz parierte, löste den Krawattenknoten und sagte, dass sein gegenüber die Krawatte gerne behalten könne, wenn diese ihm so gut gefalle. nun folge noch eine Hetzkampagne gegen den FCKW- und FKW- freien Kühlschrank. das konnte aber dessen Markterfolg nicht verhindern, so dass nach kurzer Zeit alle großen Hersteller gleichartige Kältetechniken zum Einsatz brachten.

Aber die neue Kältetechnik kann mehr. Temperaturen bis minus 160 Grad Celsius kann Dr. Rosin mit seiner Kältetechnik erzeugen und so Materialen in einen kalten und spröden Zustand versetzen.  Das geschieht schon heute gelegentlich durch Flüssigen Stickstoff, aber Dr. Rosin sagt, dass sein verfahren nur 10% der Kosten verursacht, die die Kühlung mit Stickstoff verursacht. Somit hat Dr. Rosin der Kälte neue wirtschaftliche Einsatzbereiche  geöffnet.

Kunststoffe und kunststoffhaltige Mischabfälle (darunter Elektroschrott mit seinen seltenen Erden und Metallen) können mit der neuen Kältetechnik versprödet werden. Im Spröden Zustand können diese dann zu feinen Korngrößen zermahlen werden und anschließend durch eine sortenreine Trennung zu hochwertigen Sekundärrohstoffen aufbereitet werden. Die Neusynthese von Kunststoffen benötigt bis zu 40 mal soviel Energie, wie das Kryo- Recycling. Es besteht also kein Grund mehr, Kunststoffe und feingliedrig vermischte Substanzen (z.B. Elektronikschrott) zu verbrennen.

Die Müllverbrennung ist aber nicht nur eine  Vernichtung von einmal für die Produkterzeugung eingesetzte Energien. es entstehen auch neue Giftige Substanzen, die in den Schlacken, Filterstäuben und den lungengängigen Feinstäuben im Abgas vorkommen. dabei erlaubt die Bundesemissionschutzverordnung, dass vor der Schadstoffmessung im Rauchgas alle Schwebeteilchen entfernt werden. Giftige Stoffe, wie Dioxine sind oft wasserscheu und suchen daher im Wasserdampf- reichen Abgas Kontakt zu anderen Oberflächen. Somit befördern die Müllverbrennungsanlagen über die Mikrostäube unkontrolliert unzählige Gifte in die Atmosphäre. Diese Feinstäube sind jedoch so klein, dass diese über die Atmosphäre mit der Atemluft über die Lunge direkt ins Blut übergehen können. Die Feinstäube lagern sich an Pollen und Hausstaub an und tragen mit zu deren Allergenität bei. Alleine um meinen Wohnort Radevormwald sind mir die Müllverbrennungsanlgen in Wuppertal, Solingen, Leverkusen, Köln, Bonn und Hagen bekannt, die ihren Dreck in die Luft blasen. Alleine in Wuppertal werden seit 30 Jahren (2004) jährlich 300.000 Tonnen Müll in giftiges Abgas umgewandelt.

Dr Rosin und Dr. Preisendanz dürften in den Akten des Bundespräsidialamtes nicht unbekannt sein. Beide erhielten im Jahr 2000 das Bundesverdienstkreuz wegen ihrer Beiträge zum globalen Umweltschutz. Dr. Rosin habe ich 1997 für diese Auszeichnung vorgeschlagen. Ich hatte die Hoffnung, dass die Politik danach auch die Recyclingideen Dr. Rosins mehr Beachtung finden würden. Aber außer dem Deutschlandfunk hat keiner darauf reagiert. Der DLF hat Dr. Rosin 2001 in der Sonntagssendung „Zwischentöne“ eine Stunde lang interviewt. Die Aufnahme der Wortbeiträge dieser Sendung habe ich als Audiokassette um das Jahr 2002 zahlreichen MdB und MdL geschenkt. Kurz vor der Übergabe des Bundesverdienstkreuzes an Dr. Rosin im Düsseldorfer Umweltministerium wurde das Hygieneinstitut der Stadt Dortmund, dem Dr. Rosin vorstand, geschlossen, angeblich weil es zu teuer sei. Die technischen Entwicklungen, mit denen Dr. Rosin diese wichtige Einrichtung retten wollte, wurden nicht in Wert gesetzt. Die Stadt Dortmund setzte nämlich selber auf die Müllverbrennung und hatte Dr. Rosin per Redeverbot für das Stadtgebiet untersagt, dort seine Ideen vorzustellen. Da Dr. Rosin auch eine Professur der UNI Düsseldorf inne hatte, konnte die SPD- Stadt aber die Redefreiheit außerhalb Dortmunds nicht nehmen. All das zeigt neben den aktuellen Müllskandalen, wie maffiöse Lobbygruppen in unserer Gesellschaft wühlen, um zugunsten ihrer Partikularinteressen gute dem Gemeinwohl dienende Ansätze zu verhindern, wenn dies die eigenen Geschäfte beeinträchtigt.

 

Kryo – Recycling hat viele Vorteile:

—1. Kryo- Recycling schont die Umwelt. Abgase der Müllverbrennung und und der Neusynthese von Materialien entfallen. Umweltverschmutzung und Landschaftszerstörung durch Rohstoffförderung entfallen.

—2. Kryo Recycling schont die Ressourcen. Metalle, die ansonsten in den Schlacken der Verbrennung landen und Produkte aus Erdöl werden wieder verwertet, anstatt Rohstoffe abzubauen. Eine ökologisch vertretbare und lange anhaltende Entwicklung ist nur möglich, wenn die Ressourcen effektiver und länger genutzt werden.

—3. Kryo- Recycling verbessert die Außenhandelsbilanz. Anstatt Milliarden für den Import von Öl, Gas, Kohle und Metallen auszugeben, wird der Müll im Land zur Rohstoffquelle. Das Geld, dass bisher abfließt – es ist in der langfristigen Tendenz mit steigenden Rohstoffpreisen zu rechnen – kann im Inland zur Schaffung neuer Arbeitsplätze investiert werden. (Es kommt hinzu, das andere Staaten technologisch aufholen und künftig Exportüberschüsse deutlich geringer ausfallen. Die Politik ist gut beraten, die Wirtschaft so zu gestalten, dass diese so weinig wie möglich, auf die Zulieferung von außen zwingend angewiesen ist.)

—4. Kryo- Recycling vermindert den Ausstoß giftiger Stoffe in die Umwelt. Diese lösen Allergien, Krebs und andere Krankheiten und Auffälligkeiten aus. Das schafft Kosten im Gesundheitssystem, die über die Sozialbeiträge die ganze Wirtschaft belasten! Kryo- Recycling mindert soziale Kosten und senkt so die Lohnnebenkosten und stärkt die Wirtschaft. Nicht vergessen werden darf, dass gesundheitliche Folgen für die Menschen oft schweres Leiden beinhalten. Dieses zu verhindern ist eine vordringliche Aufgabe der Politik.

—5. Kryo- Recycling schafft  Arbeitsplätze. Zum einen verbessern günstige Sekundärrohstoffe die Wettbewerbsfähigkeit der ganzen Wirtschaft, zum anderen entstehen durch die Anlagen selber neue Arbeitsplätze. Auch der Anlagenbau schafft neue Aufgaben für die Inbestitionsgüter- Industrie. Neue Arbeitsplätze senken Lohnnebenkosten, was die Wirtschaft ebenfalls fördert.

—6. Kryo- Recycling ist preiswerter, als die Müllverbrennung. Zusätzlich versprechen die Sekundärrohstoffe mehr einnahmen, die zur Senkung der kosten genutzt werden können. Die Müllgebühren für Unternehmen und Privathaushalte können sinken.

—7. Kryo- Recycling wirkt wie eine Steuerreform. bei sinkende Kosten schaffen Unternehme mehr Arbeitsplätze oder bieten die Produkte preiswerter an. Neue Arbeitsplätze senken die Ausgaben für arbeitslose und erhöhen die Einnahmen der Sozialklassen.

—8. Kryo- Recycling hat viele positive Sekundäreffekte. Durch das Recycling werden teure Kunststoffe wirtschaftlich, die z.B. beim Fahrzeugbau das geweicht und den Treibstoffverbrauch senken können. nach einer einmaligen aufwendigen Produktion können viele Substanzen in mehreren Nutzungszyklen eingesetzt werden.

——-

Warum setzen sich die Politiker nicht für Dinge ein, für die so viele gute Gründe sprechen? Ich denke, die Müllskandale sprechen eine deutliche Sprache! Die Politik ist korrupt und finanzstarke Gruppen können legal die Politik finanziell beeinflussen. Eigentlich wäre es Aufgabe der Politik, ein Gegenspieler zum Sozialdarwinismus zu sein, der hier in der Wirtschaft zu lasten der Umwelt, der Gesundheit und unserer Zukunft praktiziert wird. Politik muss unabhängig von von finanziell starken Kräften werden. Deshalb muss die Parteienfinanzierung neu geregelt werden.

—1. Spenden juristischer Personen an Parteien sind verboten. Juristische Personen müssen in einer Gesellschaft immer den natürlichen Personen dienen und nur natürliche Personen dürfen das Recht haben, Politik finanziell zu fördern.

—2. Einzelpersonen dürfen im Jahr maximal 10.000 Euro an die Parteien spenden. so ist sichergestellt, dass einzelne reiche Personen nicht zu lasten der Masse der Bevölkerung Entscheidungen beeinflussen können. Wer mehr Geld loswerden will, kann dies gerne anderen Zwecken zuführen, wobei ich es für sinnvoll halte, dass es für solche Spenden die Zustimmung von Betriebsversammlungen bedarf.

—3. wer ein Mandat in einem Parlament wahrnimmt, muss wegen der intensiven Aufgabe, diverse Konzepte auf ihre Sinnhaftigkeit zu überprüfen, alle außerparlamentarischen Ämter zur Verfügung stellen. Ausnahmen sind nur zulässig, wenn andere Personen als Ersatz nicht zur Verfügung stehen und der Einsatz nicht mehr Zeit benötigt, als es einem normal werktätigen in seiner Freizeit möglich wäre. diese Ausnahmen müssen mit 2/3- Mehrheit genehmigt werden.

—4. Inhaber von Parlamentsmandaten müssen Sitze in Aufsichtsräten abgeben, damit diese bei Entscheidungen nicht in Konflikt zwischen Firmenwohl und Gemeinwohl kommen. es dürfte in  der Gesellschaft genug fähige Leute geben, die diese Posten besetzen können. Auch zeitlich dürften sich diese Posten nicht vereinbaren lassen, wenn  man ein guter Parlamentarier sein will.

—5. es ist unfair, wenn nach der 5%- Hürde noch eine Finanzierungshürde den kleinen Parteien das Wasser abgräbt. wenn die großen Parteien pro Wählerstimme einen Betrag erhalten, müssen das auch alle sonstigen Parteien erhalten. Die heutige Regelung fördert einseitig extremistische Parteien, während PBC, ÖDP, Graue, Frauen, Tierschützer, Familienpartei und andere leer ausgehen. Insgesamt haben diese Parteien 1% der Wähler gewonnen, die damit auch zum Ausdruck bringen, dass diese Parteien, wenn es eine stattliche Förderung gibt, auch daran beteiligt werden sollen. Diese willkürliche finanzielle Benachteiligung gegenüber den etablierten Parteien erschwert es u.a. der ÖDP, auffälliger für das Kryo- Recycling einzutreten.

Mit bestem gruß, Felix Staratchek

Bürgerbewegung für Kryo- Recycling

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